Urteile

1.)  Urteil FG Münster v. 17.2.2016, AZ: 11 K 3235/14 E

Betriebssitz als Arbeitsstätte des Außendienstmonteurs:
Wird an jedem Arbeitstag von einem Außendienstmonteur der Betriebssitz seines Arbeitgebers aufgesucht und dieser dann von dort aus mit einem Firmenfahrzeug die Einsatzorte an, ist der Betriebssitz seien regelmäßige Arbeitsstätte. Die Folge ist, dass Fahrtkosten nur in Höhe der Entfernungspauschale abzugsfähig.

2.) BFH-Urteil, AZ: VI R 46/11

Dienstwagen - die 1%-Regel
Darf ein Arbeitnehmer einen Dienstwagen auch privat nutzen, dann entsteht ihm ein geldwerter Vorteil. Dieser Vorteil ist steuer- und sozialversicherungspflichtig. Um den geldwerten Vorteil zu berechnen, sieht ist die 1 %-Regel anzuwenden. In der Regel darf ein Arbeitnehmer den Firmenwagen auch privat nutzen.

Wichtig: Die 1%-Regel ist nur dann anzuwenden, wenn die beruflichen Fahrten wenigstens die Hälfte der Gesamtnutzung ausmachen. Nach der Entscheidung des BFH liegt ein geldwerter Vorteil schon dann vor, wenn der Arbeitgeber erlaubt, das Fahrzeug für Privatfahrten zu nutzen. Ob der Arbeitnehmer dann tatsächlich seinen Dienstwagen privat fährt, spielt dann keine Rolle.

Eine Besteuerung eines geldwerten Vorteils können Unternehmen  vermeiden, indem sie ihre Mitarbeiter dazu verpflichten, ein Fahrtenbuch zu führen. Als alternative dazu kann der Arbeitgeber die Privatnutzung des Dienstwagens im Arbeitsvertrag ausschließen.

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